Ungaren sind sehr gastfreundlich und bieten Gästen gern etwas von ihrem köstlichen Essen und guten Wein an. 1996 gewann Ungarn bei der Koch-Olympiade die Silbermedaille, wie auch viele andere Preise. Ungarische Köche müssen durch eine harte Zeit der Lehre nach mittelalterlichem Vorbild gehen. Ungarische Weine haben ein beträchtliches Ansehen durch eine hohe Qualität erlangt und haben zahlreiche Preise bei verschiedenen internationalen Wettbewerben gewonnen.

Die außergewöhnliche Küche Ungarns wurde sowohl von Zentralasien, wie auch von der Türkei, Deutschland, Frankreich, Österreich, Tschechische Republik, Slowakei, Serbien und Kroatien beeinflusst. Der einfache Lebensstil der Landwirte und Schäfer in der großen Ebene hat ebenfalls Anteil an der hervorragenden Küche.

Soßen mit viel Sauerrahm, Spezialitäten wie Gänseleber und fleischhaltige Gerichte, wie Eber und Wild, stehen oft auf dem Speiseplan. Fisch- besonders Hecht aus dem Plattensee, Aaleintopf und gutgewürzte Fischsuppen- ist auch sehr beliebt. Andere traditionelle Gerichte sind Kalbfleisch-Paprika-Eintopf und gebratenes Hünchen mit Hüttenkäse-Nudeln. Zu den süßen Nachspeisen wie Strudel, Torten und natürlich auch den allseits beliebten Palatschinken (Pfann- o. Eierkuchen) mit Schokoladenrumsoße, wird meist ein starker Espresso angeboten.

Sommeliers und Weinkenner kennen sich normalerweise gut mit ungarischen Weinen aus - z.B. der süße Weiswein Tokaji Aszú oder der starke Rotwein "Stierblut" Egri Bikavér. In Ungarn gibt es mehr als 20 Weinanbaugebiete, die alle Arten von Weinen herstellen wie zum Beispiel Merlot, Riesling, Chardonnay, Sekt, Rosé und andere, ungarische Besonderheiten. Die günstige Lage und das milde Wetter geben Ungarn die Möglichkeit Qualitätsweine in kleinen Mengen herzustellen.

Man kann die Anbaugebiete und Weinkeller in fast allen Regionen Ungarns auch persönlich besuchen. Die schönste Landschaft findet man dort wo auch der beste Wein zu Hause ist. Besuche die Somló Weinregion, die von einem erloschenen Vulkan und den Ruinen eines Schlosses umgeben ist. Die Weinberge von Eger und Mátraalja erstrecken sich träumerisch entlang des Fußes der Gebirge Mátra und Bükk. Die Tokaj Weinberge erheben sich in einer Landschaft wo sich die Flüsse Bodrog und Tisza treffen.

YFU Ungarn lädt dich ein, das Austauschjahr in einer der besten Kochschulen Europas zu verbringen. Die Aranybika (Goldener Stier) Kochschule ist eine einzigartige Einrichtung, wo Schüler zu Köchen, Konditor, Kellnern und Sommeliers ausgebildet werden.

Die Ausbildung findet in der zweitgrößten Stadt Ungarns, Debrecen, statt.

Wenn du 16. Lebensjahr vollendet hast, das 10te Schuljahr beendet hast und gerne Ungarisch lernen möchtest, dann solltest du diese Chance nutzen. Das Austauschjahr beginnt im August. Du nimmst zuerst für zwei Monate an einem Intensivkurs Ungarisch teil und verbringst den Rest des Austauschjahrs in der Lehre und lebst bei einer Gastfamilie.

Der Wochenablauf in der Schule wird sich so gestalten, dass die Schüler sich an zwei Tagen theoretisches Wissen aneignen und drei Tage praktische Erfahrungen sammeln. Der praktische Teil ist in dem 4-Sterne Hotel Aranybika (Goldener Stier). Das Gebäude wurde nach der Familie Stier benannt, die es im 16ten Jahrhundert besaß. Sie hatte es zu einem Gasthaus umgewandelt. 1690 wurde das Grundstück samt dem Gebäude von der Stadt aufgekauft und neun Jahre später renoviert und wieder eröffnet. Nach einem Jahrhundert entschied der Bürgermeister das Haus um einen Stock zu erweitern. Der Stier aus Eisen der mit Kupfer überzogen ist, wurde als Erinnerung an János Bika (Johan Stier) 1810 an der Fassade über dem Haupteingang angebracht.

Der Architekt des heutigen Hotels (gebaut 1913-1915) ist Alfred Hajós, der als erster Ungar bei einer Weltmeisterschaft eine Goldmedaille gewann. Er war der beste Schwimmer in Athen. Die Liste mit berühmten Gästen wie Präsidenten, Kanzlern, Kaisern, Königen und Königinnen oder auch dem jetzigen Papst, Filmstars und Berühmtheiten ist lang. Wenn es ein Gästebuch geben würde und man es bei dem Buchstaben K aufschlagen würde, fände man unter den Besuchern Kanzler Kohl, Präsident Kekkonen, Komponist Kordály und Staatsmann Kossuth.

 
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